IBEX Motor Steller

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Anleitung

Mit der IBEX-Produktlinie präsentieren wir fortschrittliche Drehzahlsteller für sensorlose Brushless Motoren, ausschließlich für den Einsatz in RC-Flugmodellen. Mit integrierter Echtzeit – Telemetrie und verschiedenen Möglichkeiten der optionalen Benutzerkonfiguration bieten die Steller hohe Effizienz, geringes Gewicht und präzise Motorsteuerung.

Eigenschaften

  • geringe Abmessungen kombiniert mit einer leistungsstarken Motorsteuerung
  • über- und Unterspannungsschutz, Übertemperaturschutz, Motorblockierschutz
  • konfigurierbare Strombegrenzung
  • Sicherheitsabschaltung bei Verlust des Gasimpulses
  • konfigurierbare Beschleunigung, Timing, elektromagnetische Bremse usw.
  • geringe Geräuschentwicklung durch Hochfrequenzschaltung
  • automatische Telemetrieerkennung: Duplex EX, Hott, MSB, S.Bus2
  • Telemetrie (abhängig von der RC-Anlage): Spannung, Strom, Leistung, Kapazität, Temperatur, Drehzahl, Energie (Watt), Status
  • Aufzeichnung der Minimal- und Maximalwerte der Telemetrie
  • Propellerpositionierung mittels optionalen Hallsensor
  • Erkennung der Motorparameter über Temperatursensor (bei einigen Hemotec Motoren)
  • Konfiguration über den Sender (Jeti/Graupner/Spektrum) oder ein externes Terminal (JETIBOX/SMART-BOX)
  • Firmware Updates mit USB Interface
  • Sprachen: CZ/DE/EN/FR/IT
Technische Daten: IBEX-80 IBEX-130
Größe [mm] 57x35x28 58x53x28
Gewicht mit Kabel [g] 60 110
Dauerstrom 80A 130
Max Strom 120A/2s 180A/2s
Spannung 8 – 51V 8 – 51V
LiPo Zellen 3 – 12 4 – 12
LiFe Zellen 3 – 14 4 – 14
Kabel Akku/Motor 4mm2/2.5mm² 4mm²/4mm²
Anti-Blitz Nein Ja
Empfohlene Anschlüsse G4 (75A), XT90 (90A) G5,5 (150A)
Temperaturbereich -10÷110°C
PWM Frequenz 20kHz
Betriebsstrom mA
Ruhestrom mA
Propeller Positionierung Mit zusätzlichem Hall-Sensor
Telemetrie Duplex EX, Multiplex MSB, Graupner Hott, Futaba S.Bus2
Status LED Ja
Freilauf – Bremse (aktiver Freilauf) Ja
BEC Nein
Optische Entkopplung Gaskanal
Maximum RPM > 300 000 eRPM (2-pole motor)

Installation

Befestigen Sie den Steller in Ihrem Modell, achten Sie dabei auf ausreichend Kühlung. Sie können Klettband oder doppelseitiges Klebeband zur Befestigung verwenden. Schließen Sie den Motor und den Empfänger gemäß dem untenstehenden Schaltplan an. Sie können die Motorkabel in beliebiger Reihenfolge anschließen, da der Richtungswechsel durch Vertauschen von zwei beliebigen Kabeln erfolgt (alternativ auch über den Parameter “Richtung” in der Konfiguration). Schalten Sie zuerst den Sender und dann den Empfänger ein – der Empfänger benötigt einen eigenen Akku. Nun können sie den Flug-Akku anstecken.

IBEX Anschlussplan
IBEX Anschlussplan
Hinweis: Die rote LED am Motorsteller leuchtet zwei Sekunden lang auf, um die korrekte Initialisierung anzuzeigen. Nachdem der richtige Gasimpuls erkannt wurde (d.h. Aus-Position), spielt der Steller eine vordefinierte Melodie. Jetzt ist er bereit zum Betrieb. Wird der Gasimpuls länger als 4 Sekunden nicht erkannt (z.B. nach Abziehen des Empfängerakkus), geht der Steller in den Standby-Modus.

Warnung: Wenn Sie den Steller zum ersten Mal in Betrieb nehmen oder wesentliche Änderungen an der Einstellung vornehmen, vergewissern Sie sich bitte, dass der Propeller von der Motorwelle entfernt ist.

Anschlüsse für Erweiterungen

Am IBEX Controller befinden sich zwei zusätzliche Anschlüsse: “IN A” und “IN B”. Der IN A Anschluss ist für digitale Peripheriegeräte wie z.B. UART (und I2C für künftige Anwendungen). Der IN B Anschluss bietet analoge und digitale Eingänge. Alle Ports verwenden eine 3,3-V-Logik und es ist verboten, eine externe Spannungsversorgung an sie anzulegen. Wenn eine externe Elektronik angeschlossen werden soll, muss sie von der internen Spannungsquelle des Ports mit einem maximalen Nennstrom von 15 mA gespeist werden.
IN A:
1. UART – externer Temperatureingang (Motoridentifikation). (Immer aktiv)
2. RPM output. (Immer aktiv)
3. +3.3V.
4. GND.

IN B:
1. Hall-Sensor-Eingang für Propellerpositionierungsfunktion (konfigurierbar in den Motoreinstellungen).
2. Motor-Enable digital input (konfigurierbar in Motor Settings).
3. +3.3V.
4. GND.

IBEX PinOut
IBEX PinOut

Motorsteller Betrieb

Es ist möglich, zwischen zwei grundlegenden Steuerungsmodi zu wählen:

  • Normal (Rampe) – die vorkonfigurierte Beschleunigungszeit wird beim Beschleunigen immer angewendet. Dies ist ein Standardmodus für die Hauptnutzung.
  • Schnell – die vorkonfigurierte Beschleunigung wird nur beim Hochdrehen von null Umdrehungen angewendet. Danach wird eine minimal mögliche Verzögerung verwendet (0,2s für die Gasannahme von min. Drehzahl auf Vollgas). Diese Einstellung wird überwiegend für Copter und VTO´s verwendet.
  • Normal/Rückw. – die vorkonfigurierte Beschleunigungszeit wird beim Beschleunigen immer angewendet. Über einen frei definierbaren Kanal, kann die Drehrichtung umgestellt werden. (ab FW1.07)

Gas Eingangssignal

Der Steller erwartet positive Impulse vom Empfänger mit einer maximalen Aktualisierungsrate von bis zu 400Hz. Standardmäßig arbeitet der Steller mit den meisten RC-Anlagen zusammen, wenn automatische Endpunkte ausgewählt sind. In diesem Fall wird nach dem Start ein minimaler Gasimpuls eingelesen und die maximale Leistung wird dynamisch angepasst, sobald Sie zum ersten Mal Vollgas geben.

Für den Fall, dass Sie genaue Punkte auf Ihrem Senderknüppel benötigen, an denen der Motor startet und wo Vollgas ist, können Sie auch manuelle Endpunkte konfigurieren.

Hinweis: Der Steller wartet nach dem Start und auch jedes Mal, wenn der Motor aufgrund eines Fehlers gestoppt wird, auf die Gas-Low-Position. Wenn der Gasknüppel während des Starts nicht in der richtigen Position ist, gibt der Steller einen Warnton aus.

Motor Einstellung

Es ist möglich, viele Motorparameter zu konfigurieren, einschließlich Beschleunigung, Timing, Motorübersetzung oder Anzahl der Pole. Das Übersetzungsverhältnis und die Anzahl der Pole sind wichtig für die Telemetrie, um die Motordrehzahl korrekt zu messen.

Die Beschleunigung beeinflusst die Motorreaktion auf den Gasknüppel. Durch Verringern des Beschleunigungswerts wird das Ansprechverhalten des Motors schneller, was zu einem besseren “Locked-in”-Gefühl führt. Allerdings verbraucht der Motor mehr Strom und der Steller erzeugt mehr Wärme. Wir empfehlen die Standardbeschleunigung 1,0s für die meisten Modelltypen, einschließlich Elektrosegler, Scale-Modelle, EDFs usw. Für 3D-Kunstflug können Sie bis auf 0,5s oder sogar weniger heruntergehen (mit Vorsicht). Für das schnellste Ansprechen des Motors können Sie auch den “Fast controller mode” in den Common Settings einstellen. Es ist auf eine ausreichende Dimensionierung der verwendeten Stecker zwischen Akku und Controller, und zwischen Akku und Motor zu achten, denn bei sehr kurzen Beschleunigungszeiten treten sehr hohe Stromspitzen auf.

Timing wird durch den Motortyp definiert und in der Regel vom Motorhersteller empfohlen. Es beeinflusst auch die Motorleistung und die Stromaufnahme. Ein höheres Timing kann die Motorleistung erhöhen, es muss jedoch darauf geachtet werden, dass das System nicht überlastet wird.

  • Automatic timing: Das Timing wird durch den internen Algorithmus kontinuierlich angepasst. Dies ist eine universelle Lösung, die mit den meisten Motortypen kompatibel ist.
  • Timing 0° – 10°: Empfohlen für Innenläufer (z.B. Jeti Phasor Race)
  • Timing 15° – 20°: Empfohlen für die meisten gängigen Außenläufermotoren (10 – 14 Pol). Bietet eine gute Kombination aus Leistung und Effizienz.
  • Timing 25° – 30°: für Motoren mit hoher Polzahl und großer Leistung

Motor type sollte nur in bestimmten Fällen geändert werden, in denen dies durch die Anwendung erforderlich ist. Es stehen drei Optionen zur Verfügung:

  • “Standard” Motortyp – empfohlen für die meisten Motortypen und Anwendungen
  • “Max Drehmoment” – sollte der Motorsteller bei schnellen Beschleunigungen Probleme mit der Motorsynchronisation haben, verwenden Sie diesen Modus. Voraussetzungen: großer Außenläufer mit mehr als 20 Polen, schwerer Propeller, große Stromspitzen. Wir empfehlen auch, das Timing auf mehr als 20° zu erhöhen.
  • “Hohe Drehzahl” – Verwenden Sie diesen Modus, wenn Ihre Leistungseinstellung 250 000 eRPM überschreitet (Umdrehungen pro Minute berechnet für einen 2-poligen Motor).

Startup power beeinflusst die ersten Motorumdrehungen beim Anlauf. Wenn Sie mit dem Automatikbetrieb nicht zufrieden sind, können Sie den Motorstart aggressiver (positive Werte) oder möglichst sanft (negative Werte) einstellen.

Bremse Konfiguration

Die elektromagnetische Bremse ist Standard für alle Steller, die in elektrischen Segelflugmodellen verwendet werden. Der IBEX-Controller bietet mehrere zusätzliche Parameter zur Feinabstimmung der Bremsfunktion. Sie können eine der vorkonfigurierten Bremseinstellungen verwenden oder alle Parameter nach Belieben festlegen. Optionen für Bremseinstellungen:

  • Bremse Inaktiv: Der Propeller dreht sich frei ohne zu bremsen.
  • Bremse Weich: Übergang von Null auf volle Bremskraft in 1,0 s.
  • Bremse Mittel: Übergang von Null auf volle Bremskraft in 0,7 s.
  • Bremse Hart: Übergang von 70 % auf 100 % Bremskraft in 0,5 s.
  • Bremse Manuell: Sie können alle Bremsparameter manuell vorgeben
    • Bremse Start – Bremskraft, die ab dem ersten Moment der Bremsbetätigung aufgebracht wird.
    • Bremse Max. – Bremskraft, die nach Ablauf der Übergangszeit aufgebracht wird (normalerweise die volle Bremskraft, die den Motor vollständig stoppt).
    • Bremse Übergang – Zeit zwischen Bremsstartleistung und Bremsendleistung. Während dieser Zeit wechselt die Bremskraft kontinuierlich von der Anfangs- zur Endleistung.
    • Bremse Verzögerung – Zeit zwischen dem Abschalten des Motors und dem Schließen der Bremse. Während dieser Zeit dreht sich der Motor frei ohne Strom.
IBEX Bremsdiagramm
IBEX Bremsdiagramm
Beispiel: Motorbremse mit folgenden Parametern: Start = 50%, Max = 100%, Übergang = 0,5s, Wartezeit = 0,3s.

Propellerpositionierung

Die Positionierungsfunktion ermöglicht es, den Motor/Propeller genau in die Position zu bringen, die für eine sichere Landung erforderlich ist oder die für das Weiterfliegen einfach bequem ist. Mit nur wenigen externen Komponenten (Hall-Sensor und einem kleinen Magneten) können Sie diese Funktion aktivieren und verhindern, dass Ihr Propeller während der Landung beschädigt wird. Der Magnet muss richtig am rotierenden Teil (entweder Motor oder Propeller) befestigt werden und der Hall-Sensor muss sich im Rumpf oder Motorhaube befinden, damit der Magnet an der Zielposition des Propellers mit dem Hall-Sensor übereinstimmt. Nachdem Sie die Positionierungsfunktion im Menü aktiviert haben, stellen Sie auch die Positionierungs-PWM ein, damit der Motor langsam aber gleichmäßig bis zum Ziel dreht.

Die PWM Werte sind einstellbar von 2% – 15%

Wenn die Zielposition gefunden wurde, wird die Position gehalten. Es ist eine Haltedauer von 10, 30 oder 60 Sekunden, bzw. Dauer einstellbar.

Warnung: Verwenden Sie keine höhere PWM Werte als erforderlich, da der Motor sonst überhitzen kann.
IBEX Prop Positionierung
IBEX Prop Positionierung

Benutzen Sie bitte nur hochwertigen Sekundenkleber oder Epoxy, um den Magneten im rotierenden Teil zu fixieren. Sie können auch eine kleine Bohrung im Spinner oder Propeller anbringen, um darin den Magneten zu verkleben.

Motor Identifikation

Einige Motormarken (z.B. Hemotec) haben einen integrierten Temperatursensor, der mit dem IBEX-Drehzahlsteller kompatibel ist. Dieser Sensor (HT125) kann als eigenständiger Telemetriesensor mit Duplex/Hott/S.Bus2-Telemetrieunterstützung verwendet werden. Alternativ kann der Sensor auch direkt an den Eingang „A“ des Controllers angeschlossen werden (siehe Bild oben). Von diesem Moment an kennt der IBEX-Steller die grundlegenden Motorparameter (Mindestbeschleunigung, empfohlenes Timing, Übersetzungsverhältnis, Polzahl…) und die Motortemperatur. Einige Parameter werden automatisch angepasst (Getriebeverhältnis, Pole), andere Einstellungen werden nach dem Zurücksetzen des Stellers auf Werkseinstellungen konfiguriert.

Motor aktivieren

Der Controller / Motor kann durch den logischen Pegel am Input IN B2 aktiviert oder deaktiviert werden.
(Steckplatz von links nach rechts: 1 = Hall Sensor input, 2 = Motor enable input, 3 = 3.3V, 4 = Ground).

Freewheeling…

…oder „Aktives Bremsen“ ist eine Funktion des Drehzahlstellers, die die vom Steller im Teillastbetrieb erzeugte Wärme reduziert. Dieser Modus ist nützlich für Kunstflugpiloten, die nicht nur eine schnelle Beschleunigung, sondern auch eine schnelle Verzögerung wünschen. Der Motor folgt in beiden Richtungen der Eingabe des Gasknüppels unmittelbar und der Pilot fühlt eine wesentlich bessere Kontrolle über Drehzahl und Antrieb.

Strombegrenzung

Strombegrenzer ist Teil der Sicherheitssteuerung. Es stoppt den Motor nicht, sondern überwacht kontinuierlich die aktuelle Stromaufnahme und passt die Motorleistung an. Sie können diese Funktion aktivieren, den maximal zulässigen Strom angeben und der Steller reduziert die Motorleistung sofort, sobald die Stromschwelle überschritten wird. Nachdem der Strom wieder auf den sicheren Wert zurückgekehrt ist, wird die Motorleistung wiederhergestellt.

Akkuschutz

Der integrierte Batterieschutz basiert auf Unterspannungserkennung und Reduzierung der Motorleistung, alternativ zum vollständigen Abschalten des Motors. Sie können die Anzahl der Zellen (oder die automatische Erkennung) und die Unterspannungsschwelle pro Zelle frei einstellen. Unterstützte Batterietypen sind NiXX (1,2 V), LiFe (3,6 V max) und LiIo/LiPo (4,2 V max).

Normal/Rückw.

Im Auswahlmenue Controller Modus kann zwischen Normal(Rampe) – Schnell – und Normal/Rückw. die Drehrichtungsumkehr durch einen frei wählbaren Kanal eingestellt werden.
Der Dafür gewünschte Kanal muss zuerst im Sender definiert werden, und kann dann, je nach gewähltem Servokanal ( 1 – 16) hier zugeordnet werden.  Im Menue Bremse/Manuell kann die Wartezeit für die Drehrichtungsumkehr von 0,1s bis 12s eingestellt werden.

Controller Status

Statuswerte können wie andere Telemetriewerte ausgewertet werden (Alarme, Telemetriegeber,….)

0 = Initialisierung
1 = Motor aktiv – läuft
2 = Bremse aktiv
3 = Positionierung gestartet
4 = Propeller Positionierung gefunden
5 = Propeller Positionierung verloren

Siehe Video dazu

Anti Spark (Blitzschutz)

Der Controller IBEX-130 enthält eine zusätzliche Schaltung, die optional verwendet werden kann, um Funkenbildung beim Anschließen der Batterie zu verhindern. Diese Schaltung wird über ein separates Kabel mit dem Flugakku verbunden. Verwenden Sie das Blitzschutzkabel nur zum Vorladen des Controllers. Verwenden Sie das Kabel niemals zur Stromversorgung des Motors oder externer elektronischer Komponenten.

Richtige Flugakku Verbindung

IBEX Antiblitz1
IBEX Antiblitz1
IBEX Antiblitz2
IBEX Antiblitz2
IBEX Antiblitz3
IBEX Antiblitz3
  1. Anschluß Minus (-)
  1. Anschluß Blitzschutz an +
  1. Anschluß Plus (+)
Achtung: Wenn Sie die Stromanschlüsse mit integriertem Blitzschutz verwenden, ist es nicht mehr notwendig, die Anti-Spark-Funktion des Stellers zu verwenden. Beispielsweise können die XT90-Steckverbinder oder Jeti 5,5 Stecker mit integriertem Blitzschutz verwendet werden.

Fehler Anzeige

Die Statuscodes werden auf dem Bildschirm (JETIBOX/SMART-BOX) angezeigt, wenn irgendein Fehlerzustand auftritt. Wenn ein Statuscode gesetzt ist, blinkt die rote LED kontinuierlich.

Mögliche Fehler Anzeigen:

  • Low voltage (UL): Die Batteriespannung hat den im Batterieschutzmenü angegebenen Schwellenwert unterschritten und der Controller hat entweder die maximale Leistung reduziert oder den Motor komplett abgeschaltet.
  • High voltage (UH): Falls Sie eine schwachen Akku oder ein Netzteil verwenden, kann die Spannung beim Bremsen über den Ausgangswert ansteigen. In diesem Fall wird der Alarm gesetzt und alle Bremsfunktionen werden deaktiviert.
  • High current (IH): Der Strom wurde höher als der in der Produktspezifikation definierte maximale Spitzenstrom (120 A für IBEX-80, 200 A für IBEX-130).
  • High temperature (T100, T110, T120): Die Temperatur hat den Sicherheitsgrenzwert überschritten. Der Zahlenwert gibt die maximal erfasste Temperatur und das angewendete Sicherheitsprotokoll an.
  • Commutation error (COM): Während des Motorbetriebs wurde ein Synchronisationsfehler erkannt. Es tritt normalerweise auf, wenn der Motor abrupt stoppt oder im Falle einer sehr schnellen Beschleunigung bei bestimmten Einstellungen. Dieser Fehler kann ein schwerwiegendes Problem bei der Installation des Motorcontrollers bedeuten.

Telemetrie und Einstellungen

Stecken Sie das Datenkabel (rotes Steckergehäuse) in den Sensorschacht der JETIBOX / SMART-BOX (oder des entsprechenden Empfängers). Versorgen Sie es mit einer Batterie (4,5 – 8,4 V). Jetzt können Sie den Controller sicher über die Pfeile am Terminal konfigurieren. Das Kabel mit dem roten Stecker bitte mit dem Telemetrieeingang des Empfängers (bei Jeti EX oder E1 oder E2) verbinden.

IBEX Programmieranschluss
IBEX Programmieranschluss

JETIBOX Kompatibilität

Der IBEX Steller ist JETIBOX kompatibel. Das JETIBOX-Menü ist in fünf Abschnitte unterteilt:

Aktuelle Werte – zeigt die neuesten Telemetriewerte zusammen mit Minimal und Maximal an.

  • Verfügbare Telemetrie: Spannung, Strom, Kapazität, Drehzahl, Leistung (Prozent), Temperatur, Status.
  • Wenn der Motorchip-ID angeschlossen ist, werden auch Motoridentifikation und Temperatur angezeigt.
  • Min/Max zurücksetzen – Drücken Sie die Tasten Links+Rechts gleichzeitig, um alle Minimal und Maximal Werte zurückzusetzen.

Allgemeine Grundeinstellungen des Controllers

  • Controller Modus – Basic-Controller-Modus (normal oder schnell).
  • Start beep – Wählen Sie eine Melodie, die nach der Controller-Initialisierung gespielt wird.
  • Standby beep – Sie können kurze wiederholte Pieptöne als Hinweis auf einen angetriebenen Motorantrieb aktivieren.
  • Motor Endpunkte, Motor start, Vollgas – Einstellungen bezüglich der Decodierung des Gaseingangssignals.
  • Kapazitaet Reset – Sie können wählen, in welchem Moment die Kapazitäts- und Energiewerte zurückgesetzt werden.
    • Einschalten – der Kapazitätswert wird nach der Initialisierung gelöscht. Es wird jedoch zunächst die Leistung des vorherigen Laufs angezeigt, bis Sie den Motor starten.
    • Voltage change – Der Kapazitätswert wird gelöscht, nachdem Sie eine Batterie mit ähnlicher (oder größerer) Spannung im Vergleich zur maximalen Batteriespannung aus dem vorherigen Lauf angeschlossen haben. Dies bedeutet, dass jedes Mal, wenn Sie einen vollständig geladenen Akku derselben Chemie und Zellenzahl anschließen, die Kapazität gelöscht wird.
    • Manuell – die Kapazität/Energie wird nie gelöscht und Sie müssen den Reset manuell durchführen.
  • Sprache – Sie können die Sprache des JETIBOX-Bildschirms wählen.

Motoreinstellung – Einstellungen in Bezug auf Motorparameter.

  • Drehrichtung, Beschleunigung, Timing, Startup Power, Motortyp, Getriebe, Motor Pole – siehe Kapitel Motoreinstellungen.
  • Bremse – siehe Kapitel Motorbremse
  • Prop Position, Positions PWM – siehe Kapitel Propeller Positionierung
  • Freilauf – ermöglicht Freilauf/aktiven Bremsmotorbetrieb.

Schutzeinstellungen – Steller- and Akkuschutz Einstellungen.

  • Unterspannung – Verhalten bei entladener Batterie. Entweder die Motorleistung langsam reduzieren oder den Motor sofort abschalten. Die sichere Mindestspannung basiert auf der Anzahl der Zellen (Zellenzahl) und der Spannung pro Zelle.
  • Strom Begrenzung – Aktivieren Sie diese Funktion, um hohe Stromspitzen und eine Systemüberlastung zu vermeiden.
  • Limit power at 100°C – Sie können die maximal zulässige PWM bearbeiten, nachdem die Controllertemperatur 100°C überschreitet. Das Modell muss betriebsbereit sein, aber die Temperatur darf nicht mehr ansteigen.

Service – In diesem Menü können Sie die Geräteversion anzeigen und auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

IBEX Jetibox Menue
IBEX Jetibox Menue

JETIBOX Menüstruktur

Verfügbare EX Telemetrie

  1. Akku Spannung [V]
  2. Motor Strom [A]
  3. Kapazität [mAh]
  4. Drehzahl [RPM]
  5. PWM [%]
  6. Leistung [W]
  7. Laufzeit [s]
  8. Energie [Wmin] – nützliche Funktion für Wettkämpfe, bei denen die Gesamtenergie begrenzt ist (F5B, F5D).
  9. Temperatur [°C]
  10. Externe Temperatur [°C] – Wenn der Motoridentifikationschip angeschlossen ist, leitet der IBEX Controller die Motortemperatur mit seiner eigenen Telemetrie weiter.
  11. Motor Status:
    0 = Initialisierung
    1 = Motor aktiv – läuft
    2 = Bremse aktiv
    3 = Positionierung gestartet
    4 = Propeller Positionierung gefunden
    5 = Propeller Positionierung verloren

Graupner Hott Menu Struktur

IBEX HOTT Menue
IBEX HOTT Menue

Der IBEX Sender wird standardgemäß als “Air-ESC”-Sensor erkannt.

Futaba and Multiplex Anschluss

Futaba- und Multiplex-Systeme bieten keine drahtlose Gerätekonfiguration. Die Telemetrieübertragung ist mit folgenden festen Sensorslots möglich:

Sensorslots Futaba S.Bus2 slot Note Multiplex MSB slot
RPM 2 Wähle RPM Sensor an Slot 2. 6
Strom 3 Wähle SBS01C Strom Sensor an Slot 3. 3
Spannung 4 2
Kapazität 5 4
Temperatur 6 Wähle Temp125 Sensor an Slot 6. 5
PWM (0-100%) 7 Wähle Temp125 Sensor an Slot 7.
Anmerkung Manuelle Erkennung im Menü Verknüpfung – Sensor. Vom Sender automatisch erkannt.

Telemetrie Anleitung Futaba:

unter „Sensor“ den Zeitschlitz und den Typ auswählen

RPM:
bei Zeitschlitz 2 – „Drehzahl“ auswählen
unter „Telemetrie“
„Drehzahl“ anwählen und „Sensor typ“ – „Magnet“ mit Untersetzung 1:00 verwenden

Strom:
Zeitschlitz 3 – „Strom-F1678“

Temperatur:
Zeitschlitz 6 – „Temp-F1713“

PWM (0-100%):
Zeitschlitz 7 – „Temp-F1713“
(wird mit °C angezeigt – bitte „übersehen“)

Spektrum Integration

Ab Version 1.06 ist die Spektrum-Telemetrieunterstützung in einer speziellen Firmware-Version integriert. Diese alternative Firmware bietet die SRXL2-Telemetrie und -Einstellung mit dem TextGen-Protokoll. Der IBEX-Controller wird im Sender durch zwei Telemetriegeräte repräsentiert:

  • “ESC“ zeigt Batteriespannung, Strom, BEC-Spannung, ESC-Temperatur, Drehzahl und Ausgangsleistung.
  • „Flight Pack Capacity“-Sensor, der die verbrauchte Batteriekapazität anzeigt.

Schließen Sie das Gaskabel (schwarzer Stecker) an den Empfängeranschluss Thr (1) an. Schließen Sie für eine korrekte Telemetrie/Einstellung auch das Telemetriekabel (roter Stecker) an den Prog/SRXL2-Empfängeranschluss an. Der Controller liefert normalerweise nur numerische Telemetrie. Das Textmenü (TextGen) ist nur verfügbar, nachdem während des Startvorgangs eine spezielle Prozedur durchgeführt wurde:

  •  Wir gehen davon aus, dass die Gas- und Telemetriekabel korrekt angeschlossen sind und der Sender eingeschaltet ist. Schieben Sie nun den Gashebel hoch
  • Schalten Sie den Geschwindigkeitsregler ein, indem Sie entweder das Flight Pack anschließen oder den externen Schalter umlegen
  • Der Motor piept, um anzuzeigen, dass der hohe Gasimpuls erkannt wurde. Nach 3 Sekunden kündigt ein weiterer Piepton den Eintritt in das Programmiermenü an
  • Jetzt können Sie den Gashebel niedrig ziehen. Scrollen Sie auf dem Hauptbildschirm des Senders nach rechts, um das TextGen-Menü zu finden. Der Motor wird niemals anfangen zu drehen, wenn das Textmenü aktiviert ist.
  • Um den normalen Motorbetrieb zu aktivieren, müssen Sie das TextGen-Menü verlassen, indem Sie auf der ersten Seite die Option „Exit“ wählen
  • Die Navigation im Menü erfolgt über die Senderknüppel – der Höhenruderknüppel bewegt den Cursor nach oben/unten und der Querruderknüppel ändert den ausgewählten Wert
  • Die Konfigurationsänderungen werden sofort gespeichert, nachdem ein Wert bearbeitet wurde

Hinweis:
Verwenden Sie die neueste Firmware-Version in Ihrem Sender und Empfänger. Für Spektrum NX muss mindestens Version 3.06 installiert sein.
Empfohlene Empfänger: AR8360T, AR8020T, AR6610T, AR631T, AR637T….

 

Sicherheitsinformation

  • Betreiben Sie den IBEX-Controller immer in trockener Umgebung und innerhalb der in dieser Anleitung angegebenen Gerätegrenzen. Setzen Sie das Gerät außerhalb des Arbeitsbereichs niemals übermäßiger Hitze oder Kälte aus.
  • Sorgen Sie für einen ausreichenden Luftstrom, um eine Überhitzung des Controllers zu vermeiden.
  • Überschreiten Sie niemals die maximal zulässige Betriebsspannung des Controllers/Motors.
  • Erhöhen Sie nicht die Kabellänge zwischen Controller und Motor. Falls Sie die Kabel zwischen Controller und Batterie auf mehr als 40 cm (insgesamt) verlängern müssen, löten Sie alle 30 cm parallel zu den Stromkabeln einige Hochleistungskondensatoren mit niedrigem ESR (220-470 uF) an.
  • Verwenden Sie nur hochwertige und für die jeweiligen Ströme geeignete Stecker. Tauschen Sie diese, wenn optische oder mechanische Veränderungen erkennbar sind. Tauschen Sie diese auch, wenn nach dem Betrieb des Antriebes eine Erwärmung der Steckverbindungen festgestellt wird.
  • Entfernen Sie immer den Propeller, bevor Sie Änderungen an der Antriebskonfiguration vornehmen.
  • Trennen Sie niemals den Steller von der Batterie, während der Motor dreht.
  • Entfernen Sie nicht die Abdeckung und den Kühlkörper vom Gerät und versuchen Sie nicht, Änderungen oder Modifikationen vorzunehmen. Dies kann zum Totalschaden des Gerätes und zum Verfall jeglicher Gewährleistungsansprüche führen.
  • Überprüfen Sie immer die Polarität der Verbindung. Vertauschen Sie niemals die Polarität – dies kann zur totalen Zerstörung führen.

Firmware Update

Firmware-Updates für den IBEX ESC werden von einem PC über die USB-Schnittstelle übertragen. Die benötigten Programme und Dateien stehen unter “Mav Manager” zur Verfügung.

Installieren Sie die MAV Manager-Software und die USB-Treiber auf Ihrem Computer. Überprüfen Sie die Systemanforderungen.

  1. Stellen Sie sicher, dass der Antriebsakku abgeschlossen ist und der IBEX Controller nicht mit Strom versorgt wird.
  2. Verbinden Sie die USB-Schnittstelle mit Ihrem PC, führen Sie MAV Manager – Updater aus und wählen Sie den richtigen COM-Port aus.
  3. Schließen Sie den IBEX ESC gemäß der Abbildung unten an – verwenden Sie den roten (Telemetrie) Port. Der Controller wird automatisch erkannt.
  4. Wählen Sie die richtige *.BIN-Datei aus und klicken Sie auf die Schaltfläche Update.
IBEX Update
IBEX Update

Garantie

Wir gewähren eine Garantie von 24 Monaten ab Kaufdatum unter der Voraussetzung, dass der Controller gemäß dieser Anleitung bei empfohlenen Spannungen betrieben wurden und keine mechanischen Beschädigungen aufweisen. Garantie und Service nach der Garantie werden vom Hersteller bereitgestellt.

Entsorgung

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